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Asphaltmischwerk Landau: Bürgerinitiative drängt auf Umleitung des Schwerlastverkehrs

Die Bürgerinitiative Aktion Horst fordert eine neue Lkw-Route am Asphaltmischwerk Landau. Ihr Plan: eine Gewerbe-Spange östlich des Horstrings für mehr…

Redaktion
·
10. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Willkommen zuhause – und das soll auch so bleiben!

Stell dir vor, du möchtest im Sommer einfach kurz das Fenster aufmachen oder mit den Kindern im Garten sitzen – und kannst es nicht, weil Bitumendämpfe in der Luft hängen und schwere Lkw durchs Wohngebiet rollen. Genau das ist die Realität für viele Anwohner des Horstrings in Landau. Doch jetzt macht die Bürgerinitiative (BI) Aktion Horst Druck und legt der Stadt einen konkreten Plan vor, wie sich das ändern könnte.1

Es ist laut, es stinkt – und die Straßen leiden

Seit Jahren belastet der Werksverkehr des Asphaltmischwerks am Kugelfang die Anwohner des Horstrings erheblich. Besonders in den Hauptzeiten sind zahlreiche Lastkraftwagen im Wohngebiet unterwegs – aber auch Nacht- und Wochenendbaustellen sorgen dafür, dass die Ruhe selbst außerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten nicht garantiert ist.1

Dazu kommt eine starke Geruchsbelastung durch Bitumendämpfe. Die BI berichtet, dass das Lüften der Wohnungen oder der Aufenthalt im eigenen Garten an vielen Tagen nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sei. Und als wäre das nicht genug: Die hohen Achslasten der Schwerlaster hinterlassen sichtbare Spuren im Straßenbelag. Im Einmündungsbereich des Horstrings sind deutliche Bodenwellen und Asphaltverformungen erkennbar.1

Die „Horstring-Gewerbe-Spange“ – ein Plan für alle

Die Bürgerinitiative Aktion Horst hat sich nicht nur beschwert, sondern selbst die Ärmel hochgekrempelt und ein Verkehrskonzept entwickelt. Kern des Vorschlags ist die sogenannte „Horstring-Gewerbe-Spange“: Eine neue Route, die den gesamten Schwerlastverkehr künftig östlich am Wohngebiet vorbeiführen soll.1

Konkret schlägt die BI vor, das bislang unbefestigte Teilstück zwischen der Straße Am Kugelfang und der Kreisstraße K14 zweispurig und schwerlasttauglich auszubauen und zu asphaltieren. Der Werksverkehr würde dann direkt Richtung Osten über den Kreisverkehr Essingen und die bestehende Hornbach-Anbindung auf die B10 und weiter zur A65 geleitet werden – ohne Wohngebiete zu berühren.1

Als dritten Schritt sieht das Konzept eine Sperrung des Horstrings für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen vor. Ausgenommen bleiben sollen ausschließlich Anlieger- und Lieferverkehre.1

Wer profitiert – und warum jetzt?

Die Bürgerinitiative ist überzeugt: Von dieser Lösung profitieren alle Beteiligten. Für die Anwohner bedeutet die neue Route weniger Lärm, weniger Abgase und das Ende der Bitumen-Gerüche. Gleichzeitig würde die Verkehrssicherheit auf dem Horstring – besonders für Kinder, Fußgänger und Radfahrer – erheblich steigen.1

Auch die Stadt Landau könnte langfristig davon profitieren: Weniger Schwerlastverkehr bedeutet weniger Straßenschäden und damit geringere Kosten für teure Sanierungsmaßnahmen. Und das Asphaltmischwerk selbst? Das erhält mit der neuen Spange eine leistungsfähige und direkte Anbindung ans überregionale Straßennetz über B10 und A65 – ohne Einschränkungen seiner Logistik, so die Argumentation der BI.1

„Einmaliges Zeitfenster“ – jetzt oder nie?

Der Zeitpunkt für den Vorstoß ist kein Zufall. Die Stadt plant den Ausbau der Kreisstraße K14 für die Jahre 2026 und 2027 – und genau das sieht die BI als die Chance schlechthin.1

„Mit dem ohnehin geplanten Ausbau der K14 bietet sich jetzt ein einmaliges Zeitfenster, dieses seit Jahren bestehende Verkehrsproblem dauerhaft zu lösen“, erklärt Jan Borchers von der Bürgerinitiative Aktion Horst. Wenn jetzt ohnehin investiert werde, sollte die Chance genutzt werden, den Horstring vom Schwerlastverkehr zu entlasten und gleichzeitig eine leistungsfähige Infrastruktur für Gewerbe und Anwohner zu schaffen.1

Auf mögliche Einwände wegen fehlender Fahrbahnbreite hat die BI auch schon eine Antwort parat: Die bestehende Bahnlinie sowie rechts angeordnete Ackerflächen, die pauschal entschädigt werden könnten, stellten ausreichend Fläche zur Verfügung – so die Initiative.1

Wie geht es weiter?

Die BI Aktion Horst hat das ausgearbeitete Verkehrskonzept nun offiziell der Stadt Landau vorgelegt und drängt darauf, die Planungsphase für den K14-Ausbau aktiv zu nutzen. Ob und wie die Stadt auf den Vorschlag reagiert, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Die Anwohner des Horstrings haben genug gewartet. Sie wollen endlich wieder durchatmen – im wahrsten Sinne des Wortes.1

Wir bei Antenne Pfalz bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Thema weitergeht. Denn wir sind euer Draht zu uns – und zu dem, was eure Region bewegt!

Quellen

  1. Rheinpfalz: Asphaltmischwerk BI drängt auf Umleitung des Verkehrs


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