
Sommer im Garten: Filme & Musik am Westbahnhof in Landau
„Sommer im Garten
Die Grünen in Landau fordern mehr Hitzeschutz und haben einen konkreten Antrag gestellt. Was die Stadt bis 2027 umsetzen soll, erfährst du hier.
Der Sommer 2026 hat es uns allen gezeigt: Hitze ist kein Randthema mehr, sondern ein echtes Problem, das mitten in unserer Region ankommt. Jetzt zieht die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Landau Konsequenzen – und hat einen konkreten Antrag auf den Weg gebracht, der die Stadtverwaltung beauftragen soll, kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen zu prüfen.1 Ziel: Für den Sommer 2027 deutlich besser aufgestellt sein als bisher.
Die Zahlen hinter der Forderung sind alarmierend. In Rheinland-Pfalz haben sich die Hitzetage in den vergangenen Jahrzehnten verdoppelt. Dazu kommen immer mehr sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad Celsius sinkt – Schlafstörungen und ernsthafte Gesundheitsrisiken sind die Folge.1
Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder und Pflegebedürftige. Das Robert Koch-Institut meldet für Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bereits über 1.200 Hitzetote – eine Zahl, die deutlich macht, warum das Thema so dringend auf die politische Tagesordnung gehört.1
„Die Rekordhitze hat deutlich gemacht: Neben mittel- und langfristigen Maßnahmen brauchen wir auch kurzfristige Lösungen für anhaltende Hitzetage“, heißt es in der Begründung des Antrags.1 Die Fraktion hat dabei mehrere konkrete Punkte im Blick:
Die Grünen schauen dabei auch über den Tellerrand hinaus. Als Vorbilder für gelungene Hitzeschutzmaßnahmen werden unter anderem das Stuttgarter Projekt Ecotriis sowie der Einsatz von Wassernebel genannt – letzterer wurde übrigens bereits beim Hitzeaktionstag in Landau erprobt.1 Außerdem sollen die Anregungen des Landauer Klimarats zur Hitzeprävention priorisiert werden.
Der Antrag knüpft zudem an einen bereits im Juli 2025 beschlossenen Antrag zu Hitzeschutzmaßnahmen bei laufenden Bauprojekten an – zum Beispiel bei der Sanierung der Grundschule in Nußdorf.1 Es geht also nicht bei null los, sondern darum, bestehende Ansätze zu erweitern und zu beschleunigen.
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Lea Heidbreder bringt es auf den Punkt: Das neue „Kirchenasyl“ – also die Öffnung kühler Orte für alle – gehe genau in die richtige Richtung. Es müssten mehr solcher Orte gefunden und Außenbereiche wie Schulhöfe, die Fußgängerzone oder Dorfplätze mit Verschattung und Begrünung ausgestattet werden.1
Nicht jede Dachgeschosswohnung kann sofort saniert werden, und nicht überall lassen sich Klimaanlagen einbauen. Umso wichtiger ist es, bereits vorhandene kühle Orte im Stadtgebiet besser zu nutzen und bekannt zu machen – damit alle in Landau wissen, wo sie sich bei extremer Hitze eine Auszeit gönnen können.1
Hitzeschutz ist kein Luxusthema – er geht uns alle an. Ob jung oder alt, ob in der Innenstadt oder im Stadtdorf: Wenn die Temperaturen steigen, brauchen Menschen verlässliche Anlaufstellen und schattige Orte, um Durch den Tag! zu kommen. Der Antrag der Grünen liegt nun der Stadtverwaltung und dem Stadtrat vor.1 Wir von Antenne Pfalz bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Thema Hitzeschutz in unserer Stadt weitergeht.

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